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Mira Boom und die Trompete

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Es ist kurz vor dem Auftritt. Nervosität gibt es für die fünf Jungs nicht, die da oben gleich ihrem großen Traum ein kleines Stückchen näher kommen. Es gibt nur Vorfreude. Wie wird das Publikum gleich sein und wird etwas magisches passieren? Jede Band hat so ihre Rituale vor dem „großen Spiel“. „Wir halten uns vor Augen, dass die Leute, die da sind, wegen uns da sind. Wegen unserer Musik. Wahrscheinlich nicht wegen unserem Aussehen, aber es wäre ein netter Gedanke. Wir konzentrieren uns, singen uns ein, spielen uns trocken ein, legen unsere Hände aufeinander und werfen sie gleichzeitig in die Luft. Vollgas.“ Sie machen sich bereit. 5,4,3,2… Die Lichter gehen an. Im ersten Moment blenden sie, aber schon im nächsten kann man undeutlich wenigstens hier und da das ein oder andere Gesicht erkennen. Ein echter Adrenalinkick geht durch ihre Körper. Die Menge tobt für sie – für Mira Boom!

Mira Boom, das sind Tobi und Alex an der Gitarre, Kay als Sänger und Songwriter, Daniel am Schlagzeug und Christian am Bass. Seit 2013 machen die Jungs jetzt schon zusammen Musik, auch wenn sie sich erst nach und nach zusammen gefunden haben. Am 15. März 2014 sind sie das erste Mal zusammen aufgetreten und seit dem ist viel passiert.

Das Konzert ist gut besucht. Ein großer Teil des Publikums sind Freunde von Mira Boom, aber wieso nicht? Die Leute lachen, tanzen und haben Spaß. Gut, dass die Freunde auch noch Freunde haben,die sie mitbringen, die dann wieder Freunde mitbringen, und so weiter. Das Publikum von Mira Boom wiegt sich gerne im Tackt ihrer Musik. Auch die Band ist heute gut drauf. Man merkt es ihnen an, dass sie Spaß haben an dem, was sie tun da oben, so sollte es bei jeder Band sein.

Etwas über ein Jahr ist jetzt seit der Gründung von Mira Boom vergangen und die fünf Jungs haben immer noch Spaß an dem, was sie machen. Der Lokalsender 98.5 aus Bochum unterstützt Mira Boom und spielt ihren Song „Zeitregen“ – einige Konzerte haben sie schon hinter sich gebracht und jetzt folgt der Auftritt bei Bochum Total. Für Mira Boom scheint es wirklich rund zu laufen. Noch in diesem Sommer will die Band ihr erstes Musikvideo produzieren. Aber dafür arbeitet die Band auch wirklich hart. Ganz nach dem Motto des Frontmanns Kay: „Es ist wichtig, bereits am Anfang jeden Monat mindestens ein Konzert zu spielen.“

Mittlerweile heizt Mira Boom der Menge ordentlich ein. Ihr Name scheint Programm zu sein. „Wir wollten etwas Frische, etwas Pep und etwas Knackfrisches – etwa knackfrischen Pep! Mädchennamen finden wir schön, ästhetisch, sie erwecken Fantasien. Das „Boom“ soll unsere Spielfreude ausdrücken. Wir sind ja noch jung und wollen Party machen.“ Das gelingt ihnen da oben auf der Bühne auf jeden Fall gut. Das Publikum singt sogar mit. Eine tolle Leistung, auf die Mira Boom stolz sein kann. „Das ist das Größte! Absolutes Gänsehautfeeling. Kann man nicht beschreiben, muss man selbst erleben. Teilweise auch lauter als wir selbst singen, das ist Wahnsinn“, begeistert sich Sänger Kay. Als er zwischendurch das Mikrofon in die Menge hält, hält er wohl selber kurz den Atem an, ob jemand mitsingt. Aber Kay hat Glück gehabt. Die Menge tobt, die Menge grölt und kann jedes Wort textsicher wiedergeben.

Langsam wird es warm in der „Trompete“. Die Leute haben Spaß mit der Band und umgekehrt. Die Stimmung ist so ausgelassen, dass keiner bemerkt wie schnell die Zeit vergeht. Aber was, wenn es anders gelaufen wäre? Wenn da keine Freunde vor Mira Boom säßen, sondern Leute, die ihre Musik nicht mögen? Doch die Jungs scheinen davor keine Angst zu haben, zumindest vermittelt Kay diesen Eindruck. „Wir haben keine Angst, wir unterhalten das Publikum und machen unser Ding. Bis jetzt hat noch wirklich keiner negative Reaktionen an uns herangebracht. Alles war und ist wundervoll positiv!“ Hoffen wir mal, dass das so bleibt.

Mira Boom hat mittlerweile einen Großteil ihres Sets durch. Doch wie sind sie eigentlich an den Auftritt bei Bochum Total gekommen? „Wir haben einen guten Freund und parallel auch Booker in Oli von der Trompete gefunden. An einige Auftritte sind wir durch ihn gelangt. Er hat uns gesagt, dass im offiziellen Programm noch ein Platz für uns frei wäre, wenn wir wollten. Natürlich wollen wir! Immer! Und hoffentlich auch im nächsten Jahr.“ Klingt so, als wäre Mira Boom schon oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen.

Mit ihrer ehemaligen Band „Unprepared“ waren Tobi, Alex und Kay schon öfter mal im Offroad-Programm von Bochum Total unterwegs – aber noch nie mit Mira Boom. Doch die Jungs sind voll in ihrem Element und meistern die Situation gut. Dabei sind Mira Boom wirklich Experten, was Bochum Total angeht. „Selbstverständlich sind wir immer im Publikum. Da kommen tolle Bands hin, auch Vorbilder. Wir haben mal Backstage mit Madsen ein Bier getrunken! Solche Momente vergisst man nie.“ Bochum Total ist vor allem für Newcomer wie Mira Boom wichtig, weil sie sich dadurch in ihrer Umgebung einen Namen machen können. Auf so eine Chance warten viele Bands vergeblich. Aber die harte Arbeit scheint sich auszuzahlen. Kay, Tobi, Alex, Daniel und Christian werden manchmal sogar schon auf der Straße erkannt. „Wir hatten die Ehre, bereits einige CDs unterschreiben zu dürfen und Fotos zu machen auf Konzerten. Uns erkennt man nicht aufgrund unserer Musik auf der Straße, wir freuen uns aber immer über Reaktionen und Feedback.“

Das Set neigt sich dem Ende, es ist der letzte Song. Mira Boom geben noch einmal alles und die Menge feiert sie. An so einen Erfolg könnten sich die fünf Jungs wahrscheinlich gewöhnen. Doch wie ist das Resümee von Mira Boom selber nach dem gelungenen Abend vor der Bühne? Sind sie mit ihrer Leistung zufrieden? „Der Auftritt war super, die Hütte war voll! Die Leute waren begeistert und wir auch.“ Ja es boomt bei der Band aus dem Ruhrgebiet.

Mehr Infos unter: www.miraboom.de

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