Skateboarding als neue Olympische–Disziplin!?

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Skateboarding als eine der olympischen Disziplinen? Das scheint auf den ersten Blick nicht so richtig hinzuhauen. Skateboarding gilt eher als Randsportart. Trotzdem sind viele Leute davon begeistert, es als Disziplin aufzunehmen – viele, aber nicht die Skater…

Jeder kennt die coolen Stunts der Skateboarder, die auf ihren Boards waghalsige Stunts vollführen, während sie mit atemberaubender Geschwindigkeiten die Rampen runter rasen. Doch viele sehen es eher als Lifestyle, statt als Sport. Anscheinend hat sich das auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gedacht, denn Skateboarding ist im Gespräch eine offizielle Disziplin bei den Olympischen Spielen zu werden.

Dieses Jahr nur zur Show

Schon in diesem Jahr ist Skateboarding bei den Olympischen Jugendspielen in Nanjin in China dabei, die vom 14. bis 27. August stattfinden. Allerdings ist der Sport nur als Demonstrationswettbewerb mit im Programm, um den Zuschauern eine actionreiche Show zu bieten. Damit sollen wohl wieder jüngere Zuschauer für die Olympiade angelockt werden.

Viele positive Aspekte fürs Skateboarding

Aber was spricht für Skateboarding als Olympische Disziplin? Zum einen ist auch schon Snowboarden als Disziplin bei den Olympischen Winterspielen mit dabei. Snowbaording ist seit 1998 eine Olympische Disziplin und ist artverwandt mit dem Skateboarding. Auch BMX, eine Action- und Randsportart, ist bei den Olympischen Spielen seit 2008 mit dabei. Diese beiden Sportarten sprechen dafür, dass Skateboarding als Olympische Disziplin funktionieren könnte. Außerdem erlangen Sportarten, die zu Olympischen Disziplinen ernannt werden finanziellen Aufschwung und ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit.

Das gefällt auch Gary Ream, dem Präsidenten der Internationalen Skateboard Federation (ISF). Er sagte gegenüber der Welt: “Wir sind stolz darauf, dass das IOC uns ausgewählt hat, weltklasse Skateboarding auf einer globalen Bühne zu repräsentieren. Wir wollen die einzigartige Begeisterung zeigen, die Skateboarding auslösen kann.”

Entfremdet die Disziplin den Sport?

Auch wenn der ISF für die Einführung von Skateboarding als Olympische Disziplin ist, sind doch einige in der Skater-Szene dagegen. Viele befürchten eine Entfremdung des Sportes, gerade durch einen finanziellen Aufschwung. “Skateboarding wird durch Olympia definitiv nicht als das dargestellt, was es ist: Ein Lifestyle, und kein Sport im klassischen Sinn.”, so Yannick Schall. Er gehört zu einem, der wenigen Deutschen Skateboardern, die dank Sponsoren, von ihrer Leidenschaft leben können.

In den USA immer kommerzieller

Vor allem bei Skateboarding-Wettbewerben in den USA und Kanada werden Millionen-Prämien von Sponsoren als Preisgelder zur Verfügung gestellt. Auch die Bewertung soll ein Problem darstellen. An sich sollen die Stunts der Skateboarder bewertet werden, nur kritisieren Skater, dass szenenfremde Richter den Schwierigkeitsgrad des gerade Gezeigten nicht richtig einschätzen können. Das denkt auch Yannick Schall. Trotzdem ist er zuversichtlich: “Ziel sollte es sein, das Skateboarding gut und für die Zuschauer begreifbar darzustellen. Generell passt es für mich nicht zu Olympia, aber beide könnten sich gegenseitig bereichern, wenn es richtig umgesetzt wird.”

Schon 2012 im Gespräch

Skateboarding war schon einmal 2012 als Olympische Disziplin für 2020 im Gespräch der IOC. Damals war die Überlegung den Sport für das Ringen einzusetzen, das in diesem Jahr das erste Mal nicht mehr zu den Disziplinen gehören wird. Das Vorhaben scheiterte aber an dem heftigen Protest der Skater-Szene. Um als Disziplin aufgenommen zu werden, hätte sich das Skateboarding dem Radsport-Weltverband (UCI) unterordnen müssen. Das sahen die Skater nicht ein.

Artikel bei NIX TV: http://nixtv.de/skateboarding-als-neue-olympische-disziplin/

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